Nachdenkliches „Sprechen & Zuhören“ in Weiherfeld-Dammerstock
Eine weitere Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Sprechen & Zuhören im Quartier“ des Karlsruher Bündnisses für Demokratie und Menschenrechte hat erfolgreich stattgefunden. Für einen anregenden, aber nachdenklichen Austausch zur Frage „Wie geht es Ihnen mit der Vielfalt an Menschen in unserer Stadt?“ folgten am 26. April 30 Teilnehmende der Einladung in den Stadtteil Weiherfeld-Dammerstock.
Gleich mehrere Akteure haben sich dort zusammengefunden, um das besondere Dialogformat „Sprechen & Zuhören“ ins idyllische Quartier an der Alb zu holen.
Neben dem Stadtkloster St. Franziskus, in dessen Gemeindesaal die Veranstaltung zu Gast war, engagierten sich auch der Bürgerverein Weiherfeld-Dammerstock und die Rüppurer Friedensgemeinde in der Vorbereitung der Veranstaltung. Eine vorbildliche Kooperation, die Menschen mit verschiedensten Perspektiven in den Austausch brachte – streng nach dem Prinzip von „Sprechen & Zuhören“, wo es nicht um Meinungen geht, sondern um persönliche Erfahrungen und eigenes Empfinden.

Der vielschichtige Vielfaltsbegriff, das Erleben von Vielfalt und Toleranz in Alltagssituationen und eine Reflexion über die eigene „Blase“ waren nur wenige der vielen eingebrachten Aspekte, welche die Teilnehmenden rund um die vorgegebene Fragestellung des Abends beschäftigten.
Eine Teilnehmer*in schrieb im Nachgang an das Bündnis für Demokratie und Menschenrechte: „Es war berührend, zu erleben, wie durch das Format zwischen fremden Menschen eine tiefere Verbindung entstand“.
Veranstaltungsreihe „Sprechen & Zuhören im Quartier“
Das Bündnis für Demokratie und Menschenrechte Karlsruhe startete 2026 das Projekt Sprechen & Zuhören im Quartier – ein Format, das Menschen miteinander ins Gespräch bringt, Verständnis fördert und so unsere Demokratie stärkt.
Die Idee ist einfach – und gerade deshalb so wirksam: Menschen kommen zusammen, teilen ihre Gedanken zu einer gemeinsamen Frage, und andere hören einfach zu – ohne Unterbrechung, ohne Bewertung. Was dabei entsteht, ist erstaunlich: Vertrauen, Offenheit und das Gefühl, wieder miteinander verbunden zu sein.
Nach einer erfolgreichen Pilotveranstaltung im Herbst 2025, bei der die Teilnehmenden besonders die ruhige Atmosphäre und das wertschätzende Miteinander hervorhoben, wird das Format 2026 in die Stadtteile getragen werden. Geplant sind mehrere Termine in verschiedenen Karlsruher Quartieren, gemeinsam mit Partnern vor Ort.
Der nächste Termin von „Sprechen und Zuhören im Quartier“ findet am Sonntag, 28.06.2026, im TRIANGEL (Innenstadt-Ost) im Rahmen der Tage der Demokratie statt.
Zuhören kostet Zeit – und ein bisschen Geld
Damit Sprechen & Zuhören wachsen kann, braucht es Unterstützung. Jede Veranstaltung kostet rund 1.300 Euro – für Organisation, Moderation, Öffentlichkeitsarbeit, Räume und Material. Das Bündnis startet deshalb eine Spendenkampagne, mit der Bürger*innen und Organisationen das Projekt direkt unterstützen können. Je mehr Spenden eingehen, desto mehr Veranstaltungen von Sprechen & Zuhören können stattfinden.
