Vierter Termin der Reihe auf dem KIT-Campus Süd
Sprechen verbindet. Zuhören verändert. Die Veranstaltungsreihe „Sprechen und Zuhören im Quartier“ des Bündnisses für Demokratie und Menschenrechte bringt die Karlsruher Stadtgesellschaft miteinander ins Gespräch: Am Mittwoch, den 20. Mai 2026 fand im Studentenhaus auf dem KIT-Campus die vierte Ausgabe von „Sprechen & Zuhören im Quartier“ statt.
„Dienst für alle – und wo bleibe ich?“ – Die aktuelle Diskussion um den gesellschaftlichen Pflichtdienst für junge Menschen berührt einen wunden Punkt: Der Staat fordert Engagement – und regiert zugleich an der Lebensrealität vieler Jugendlicher vorbei. Diese fühlen sich im Stich gelassen – und sollen nun in der Krise die Rechnung bezahlen.
Ist die junge Generation faul und unpatriotisch? Oder ist es unfair, die Jugend in die Pflicht zu nehmen, während man ihr immer weniger Perspektiven bietet?
„Sprechen & Zuhören im Quartier“ befasste sich mit diesen brisanten Fragen. Alle, die sich dazu äußern möchten, werden hier gehört. Ohne Unterbrechung, ohne Widerspruch. Mit Neugier und Respekt. Zugleich eröffnen sich durch Zuhören ganz neue Perspektiven. So entsteht das, was unsere Demokratie stark macht: gegenseitiges Vertrauen und Verbundenheit über Positionen hinweg.
Die vorgegebene Fragestellung am 20. Mai lautete: „Wie geht es Ihnen mit der Debatte um einen gesellschaftlichen Pflichtdienst für junge Menschen?“
Moderation: Corinna Willhöft und Andrea Sauermost
Wir danken dem Studentischen Kulturzentrum am KIT und dem Studentenzentrum Z10 für die Zusammenarbeit bei dieser Ausgabe von „Sprechen & Zuhören im Quartier“ und der Allianz der Gestalter:innen für die finanzielle Förderung im Rahmen des Frühlings der Regionen.
Ein Format, das verbindet – und die Demokratie stärkt
Was macht es mit uns, wenn uns einmal in Ruhe zugehört wird, ohne Unterbrechung, ohne Wertung, ganz gleich, was wir sagen? Eine einfache Idee, die eine erstaunliche Wirkung zeigt.
Sprechen & Zuhören wurde von Mehr Demokratie e.V. entwickelt und wird nun vom Bündnis für Demokratie und Menschenrechte Karlsruhe in die Stadtgesellschaft getragen – mit zentralen Veranstaltungen und Terminen in den Karlsruher Stadtteilen und Quartieren, um ein Miteinander und Verständnis für andere Sichtweisen und Meinungen zu fördern. Teilnehmende berichteten von einem Gefühl der Ermutigung und der Verbundenheit – über Meinungsgrenzen hinweg.



